Salat

Gemüse-ABC

Von Aubergine bis Zucchini - Gerüchte, Tricks und Kurioses zum Wissen, Schmunzeln und Probieren.

Darf man Schwammerl nun aufwärmen oder nicht? Ist Spinat wirklich so gesund? Wie erkennt man, ob Avocados reif sind? Und warum sind Zucchini manchmal nicht ganz ungefährlich? Rund um das Gemüse gibt es allerhand Wissenswertes, Praktisches, aber auch Kurioses auf dieser Seite.

Aubergine

Die "Eggplants" (also Eierfrüchte), wie sie im Englischen genannt werden, stammen aus Südostasien. Nach Europa kamen sie im 17. Jahrhundert und wurden zu einer typischen Frucht der Mittelmeerländer.

Beim Braten saugen Auberginen nicht so viel Fett auf, wenn man die Scheiben beidseitig mit Salz bestreut. Ziehen lassen und nach einiger Zeit das Wasser mit einer Küchenrolle abtupfen.

Avocado

Ihre Reife erkennt man, wenn die Schale auf leichten Druck nachgibt und man den Kern beim Schütteln hört. Um eine Braunfärbung nach dem Aufschneiden zu verhindern, beträufelt man die Schnittstelle mit Zitronensaft.

Broccoli

Er gehört zur Kohlfamilie und gilt als "Großvater" des Karfiols, ist jedoch wesentlich leichter verdaulich und enthält Vitamin C, A und Calcium.

Chicorée

Ist ein naher, kalorienarmer Verwandter der Endivie und sollte dunkel gelagert werden, da er sonst bitter wird. Man kann ihn als Salat oder Gemüse zubereiten. Fest geschlossene, helle Kolben ohne dunkelgrüne oder braune Flecken kaufen. Die Oma kennt meistens noch "Zichorie" (auch "Wegwarte" genannt), die wilde Form des Gemüses, dessen geröstete Wurzel als Kaffee-Ersatz verwendet wurde und gelegentlich auch heute noch wird.

Erdäpfel

"Dickmacher" sollen sie sein. Stimmt aber nicht! Die kohlenhydratreiche Knolle kann bedenkenlos genossen werden – wenn sie nicht mit Fett und Salz kombiniert wird (z. B. Pommes, Chips, usw.). Mehr über die Geschichte der Kartoffel finden Sie hier.

Erbsen

Sie sind das älteste Kulturgemüse unserer Breiten und kamen von Asien nach Europa. Schon bei Schweizer Pfahlbauern am Bieler See wurde sie rund 4000 v. Chr. gegessen.

Fenchel

Es gibt 2 Arten von Fenchel: den vitaminreichen Gemüsefenchel und den Gewürzfenchel. Vom Gewürzfenchel werden die Samen zum Würzen und für Tee gebraucht.

Der Gemüsefenchel wird wegen seines hohen Gehalts an Vitamin C und E geschätzt. Er kann gedünstet, gefüllt, überbacken, paniert oder als Salat zubereitet werden. Seine Blätter sind als Küchenkraut verwendbar. Dunkle Schnittstellen beim Fenchel verhindert man mit sofortigem Beträufeln mit Zitronensaft.

Gurken

Mit einem Wassergehalt von fast 97 % sind sie zwar nicht sehr nahrhaft, dafür aber erfrischend, extrem kalorienarm und sollten erst kurz vor dem Anrichten gesalzen werden.

Gurken

Häuptelsalat

Häuptelsalat hält sich frisch, wenn man den Strunk kreuzweise einschneidet und in eine flache Schüssel mit wenig Wasser legt. Ist der Häuptelsalat bereits etwas welk, gibt man in das Waschwasser einen Esslöffel Zucker oder lässt ihn 10 Minuten in Zitronenwasser liegen, die Zitronensäure strafft die Blätter.

Karotten

Sie enthalten reichlich Beta-Carotin (Provitamin A) und man kann sie roh, gegart und mit den jungen Blättern genießen. Sind sie schon etwas schrumpelig, legt man sie für eine halbe Stunde in kaltes Wasser. So werden sie wieder knackig.

Knoblauch

Knoblauch ist gesund und schützt vor Herz-Kreislauferkrankungen, wenn er regelmäßig gegessen wird. Wer Angst hat vor dem typischen Knoblauchgeruch, kaut einfach eine frische Petersilie.

Mangold

Ist ein spinatähnliches Blattgemüse, das zur Rübenfamilie gehört. Er ist als Heilpflanze (bei Nervosität und Darmträgheit) anerkannt. Seine Blätter werden wie Spinat zubereitet, die Stiele werden gedünstet, gedämpft, gekocht oder überbacken. Passt gut zu gebratenem Fleisch, Fisch und Eierspeisen, aber auch als Salat, Auflauf und auf Pizzen schmeckt er.

Pastinake

Diese Wurzel diente lange Zeit als Grundnahrungsmittel, wurde aber ca. Mitte des 18. Jh. wegen ihres langsamen Wachstums von anderen Gemüsesorten verdrängt. Heute wird sie vor allem von Biobauern angeboten, die die fleischige Wurzel geduldig 7 Monate von der Saat bis zur Ernte kultivieren. Sie wird meist als Würz- und Suppengemüse, oft im Suppengrün-Bund, verwendet und schmeckt süßlich-nussig bis würzig-scharf.

Radicchio

Der purpurfarbene Freilandsalat schmeckt leicht bitter und sollte daher (auch zu Dekorationszwecken) mit anderen Salaten gemeinsam serviert werden.

Schwammerl

... dürfen niemals aufgewärmt werden? Das galt in Zeiten, als es noch keine geeigneten Kühlmöglichkeiten gab. Gefährlich an Pilzen ist ihre Kombination aus Wasser und viel Eiweiß, das giftige Abbauprodukte bilden kann. Sofern Pilzgerichte rasch im Kühlschrank gelagert werden (nicht länger als einen Tag!), kann man sie in den meisten Fällen kräftig erhitzen und so noch einmal aufwärmen.

Schwarzwurzeln

Der „Spargel des Winters“ wird diese köstliche Wurzel mit hohem Nährwert genannt. Beim Zubereiten sollte man Handschuhe tragen, da Saft und Schale hartnäckige dunkle Flecken auf der Haut verursachen können. Nach dem Schälen in Essigwasser legen, damit sich die Wurzeln nicht verfärben.

Spargel

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Achten Sie beim Spargelkauf, dass die Schnittenden hell, glatt und saftig, die Schale nicht rissig ist. Dann ist er frisch. Spargel hält sich auch einige Tage frisch, wenn man ihn in ein feuchtes Tuch wickelt und im Kühlschrank aufbewahrt.

Spinat

Ein falsch gesetztes Komma in einer alten Nährwerte-Tabelle war der Ursprung eines Irrglaubens, der über Generationen hielt: "Spinat ist der beste Eisenlieferant ". In Wirklichkeit enthalten z. B. Hülsenfrüchte fast drei Mal mehr Eisen.

Steckrübe

Was Oma noch als "Notnahrung" kannte, wird heute von Haubenköchen für viele neue Kreationen verwendet. Aus der Steckrübe (auch "Erdrübe" genannt) wurden mittlerweile neue Formen gezüchtet, die als delikate, kalorienarme Gerichte mit hohem Calcium-, Kalium-und Vitamin C-Gehalt immer mehr Anhänger finden.

Tomaten

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Wussten Sie, dass bei Tomaten stets der Stängelansatz weg geschnitten werden muss? Er enthält giftiges Solanin und manche reagieren mit Kopfweh und Bauchschmerzen darauf. Tomaten sollten Sie übrigens nicht gemeinsam mit Gurken und Karfiol aufbewahren, denn dadurch werden Gurke und Karfiol schneller verdorben.

Topinambur

Sie gilt wegen ihres hohen Insulingehalts als "Diabetikerkartoffel". Eigentlich ist sie eine Sonnenblume, deren Knolle verzehrt wird. Schon unsere Großeltern schätzten sie als "lebende Apotheke", weil sie gegen viele Beschwerden (Leber, Galle, Magen, usw.) und zudem appetithemmend wirken soll. Die Topinambur sieht zwar aus wie eine Kartoffel, darf aber nicht so gekocht werden, weil sie sonst ihr Aroma verliert. Die Knollen werden entweder roh geraspelt oder gehobelt als Rohkost, oder sanft gegart mit gerösteten Sesamkörnern oder Semmelbröseln gereicht.

Zucchini

Sie sollten – wie auch Gurken – nicht zusammen mit Tomaten oder Obst gelagert werden, da sie sonst schneller weich werden und verderben.

Zwiebeln

Viele Zwiebeln schälen ist leider zum Weinen und sehr mühsam. Einfacher ist es: Zwiebeln mit kochendem Wasser überbrühen, 5 Minuten stehen lassen und dann kurz in kaltes Wasser geben.

 
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