Salat

Geschichte der Kartoffel

Kartoffeln in vielen Variationen stehen in den heimischen Charts der Lieblingsspeisen ganz oben. Allerdings war es ein langer Weg der südamerikanischen Knolle bis zu unseren trendigen und leichten Kartoffelgerichten.


Die Heimat der Kartoffel liegt in Peru. Damals blühte dort die reiche Kultur der Inkas. In 3000 Metern Seehöhe pflanzten sie ihre robusten Kartoffeln, die sie "papas" nannten, was soviel heißt wie "Knollen". Sogar eine Kartoffellagerung mit Keimhemmung und Trockenkartoffeln war ihnen bekannt. Sie brauten Kartoffelschnaps und Bier, das sie Chicho nannten. Und sie beteten zur Kartoffelgöttin "Aro-Mamma". Über die Spanier kam dann die Kartoffel auch zu uns. Allerdings erfuhr sie ihre erste Bewunderung nicht wegen ihres Geschmacks, sondern aufgrund ihrer hübschen, weißen Blüten. Jedoch kamen die Europäer nach und nach auf den milden Geschmack und legten erste Kartoffelfelder an. Danach hatte die Kartoffel stürmische Zeiten: Mal wurde sie eher gering geschätzt und mal vergöttert. Bis sie heute durch unsere moderne Ernährungswissenschaft ihren verdienten Platz unter unseren Grundnahrungsmitteln einnehmen durfte. Denn als sehr fettarmes, entschlackendes und vitaminreiches Gemüse liegt sie voll im Trend unserer gesundheitsbewussten Zeit. 

Vielseitiges Gold der Erde

Kaum ein anderes Gemüse ist so vielseitig zu verwenden wie die Kartoffel. Ob als Suppe, Eintopf, Püree, Kartoffel mit Butter, als Kartoffelsalat, Bratkartoffel, Rösti, Puffer, Pommes Frites, Kroketten, Pommes Duchesse, als Folienkartoffel beim Grillfest oder feuriges Erdäpfel-Gulyas. Die Belgier liebten es, ihren Fisch zu frittieren und als eines Tages zu wenig Fisch gefangen werden konnte, frittierten sie eben die Beilage – Kartoffelstäbchen! Und ebneten damit den Weg für das liebste „Gemüse“ unserer Kinder, die Pommes Frites. Sogar jene, die von abwechslungsreichen Kartoffelrezepten begeistert sind, lassen sich ab und zu die Kartoffeln pur mit nur einem Stückchen Butter und Salz schmecken.




 
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